Ausbildungsmarkt und Ausbildungsbereitschaft in NRW

Ausbildungsmarkt und Ausbildungsbereitschaft in NRW

Ergebnisse einer Unternehmensbefragung

14.04.2015

Dual ausgebildete Beschäftigte sind wichtig für die deutsche Wirtschaft

Mehr als 3,4 Millionen der etwa 6,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die im Jahr 2013 in Nordrhein-Westfalen verzeichnet wurden, haben eine duale Berufsausbildung absolviert. Die duale Ausbildung ist damit einer der Eckpfeiler der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Vor allem im Mittelstand bilden beruflich qualifizierte Fachkräfte das Fundament.

Allerdings zeigt die Befragung von rund 1.500 Unternehmen in NRW (ca. 350 Handwerk, 100 freie Berufe, 1.150 IHK), dass es weniger Ausbildungsverträge und mehr offene Lehrstellen gibt.

Die ausschlaggebenden Gründe: Der demografische Wandel lässt die Zahl der Schulabgänger sinken. Gleichzeitig steigt die Anzahl der Studienberechtigten und Studienanfänger. Für die Zukunft ist daher weiterhin mit Stellenbesetzungsproblemen im Ausbildungsbereich zu rechnen.

In den kommenden drei Jahren erwarten die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen weiterhin einen steigenden Bedarf an Fachkräften. Sowohl bei den Beschäftigten mit Berufsausbildung als auch mit Hochschulabschluss prognostiziert knapp die Hälfte der Unternehmen, für die diese Gruppen relevant sind, einen steigenden Bedarf; einen Rückgang erwarten hingegen nur wenige. Fazit: Angesichts steigender Bedarfe und bereits heute bestehender Rekrutierungsprobleme werden die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen in Zukunft vor der Herausforderung stehen, ausreichend Fachkräfte rekrutieren zu können.

Die Ausbildung und die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter gelten als wesentliche Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.

Betriebliche Ausbildung

Rund jedes zweite Unternehmen beschäftigt Auszubildende. Und: Je größer die Firmen sind, desto mehr wird ausgebildet. Darüber hinaus bilden Unternehmen heute mehr aus als noch vor fünf Jahren. Jedoch ist die Kluft zwischen kleinen und großen Unternehmen gewachsen. Der Trend geht zu höherwertigeren Schulabschlüssen, denn Jugendliche ohne Schulabschluss haben zunehmend schlechtere Chancen einen Ausbildungsvertrag zu unterschreiben.

Die Studie wurde im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Weitere Informationen und Ergebnisse auf der Homepage des Ministeriums. 

Download (PDF):