Bundesländerranking 2010

Die Wirtschaft im Osten holt auf

03.09.2010

Die ostdeutschen Bundesländer haben die Weltwirtschaftskrise weit besser überstanden als der Westen. Zu diesem Ergebnis kommt das achte Bundesländerranking, das die IW Consult in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche durchgeführt hat. Demnach haben sich die neuen Länder besonders dynamisch entwickelt und konnten damit auch in absoluten Zahlen zum Westen aufschließen.

Im Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung wird mit Brandenburg ein Land zum Dynamiksieger gekürt, das sich bisher noch nicht in die lange Liste der dynamischsten Bundesländer einreihen konnte. Hinter dem Sieger des Jahres 2010 folgen mit Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zwei weitere ostdeutsche Bundesländer auf dem Siegertreppchen. Thüringen, Sachsen und Vorjahressieger Sachsen-Anhalt runden das positive Bild der überdurchschnittlichen ostdeutschen Entwicklungsdynamik ab und zeigen, dass alle ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin relativ betrachtet, am Besten durch die wirtschaftlichen Turbulenzen der zurückliegenden Jahre kamen.

Die Erfolge der ostdeutschen Länder müssen aber neben den weltwirtschaftlichen Entwicklungen auch vor dem Hintergrund eines noch immer niedrigen Niveaus betrachtet werden. Der Niveauvergleich zeigt deutlich, dass Bayern und Baden-Württemberg beispielsweise über einen scheinbar unerreichbaren Vorsprung verfügen, auch wenn sich der Abstand zum drittplazierten Hamburg durch die außergewöhnlichen konjunkturellen Ereignisse deutlich verringert hat. Die beiden Länder belegen aber weiterhin souverän die Plätze 1 und 2 im Niveau-Ranking, in dem die absoluten Größen von Wirtschaftskraft und Wohlstand verglichen wurde.

Detailinformationen finden Sie unter www.bundeslaenderranking.de und im Bericht.

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