Digitales Deutschland?

Digitales Deutschland?

Wo stehen deutsche Großunternehmen hinsichtlich der digitalen Transformation? Wo liegt der größte Hebel, um den Wandel zu meistern? Und wie schätzen sich Unternehmenslenker selbst ein? Antworten auf diese Fragen liefert eine Studie der internationalen Personalberatung Egon Zehnder. Die IW Consult hat die Studie konzeptionell begleitet und die empirische Erhebung durchgeführt. 

Die digitale Transformation – Technologie-Frage oder Leadership-Chance?

Cover Digitales Deutschland?

Der langfristige Erfolg eines Unternehmens hängt nicht zuletzt davon ab, inwieweit Entscheider zwischen vorübergehenden Trends und tiefgreifenden Veränderungen in der Unternehmensumwelt differenzieren können. Unternehmen, die versuchen, jede Mode mitzumachen und jedes Buzzword aufzugreifen, werden nur in Sonderfällen über den Tag hinaus erfolgreich sein. Andererseits können Unternehmen, die auf fundamentale Veränderungen ihrer (aktuellen und zukünftigen) Märkte nicht hinreichend stark eingehen und diese mitgestalten, in ihrer Substanz und ihrem Fortbestand beeinträchtigt werden.

Die Meinungen zum Begriffsinhalt und zur Tragweite mögen sich teilweise unterscheiden - aber es kann nahezu als Konsens bezeichnet werden, dass der Term "digitale Transformation" ein Ober- und Sammelbegriff für Entwicklungen ist, die das Potenzial haben, Märkte grundlegend zu verändern. Dazu zählen zunächst und vordergründig die Möglichkeiten der stärkeren (und in manchen Situationen sogar allumfassenden) Vernetzung über das Internet und digitale Medien. Tiefgreifender wird aber die damit einhergehende langfristige Veränderung von Unternehmen sein - hinsichtlich Strategie und Geschäftsmodell, Struktur und Prozessen, Kultur und Arbeitsbeziehungen.

Auch vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Studie, die digitale Transformation aus der Perspektive der obersten Entscheidungsträger zu beleuchten. Da die digitale Transformation fundamentale Veränderungen mit sich bringen kann, können Unternehmenslenker maßgeblich Einfluss ausüben. Die Studie basiert daher auf einer Befragung, die sich ausschließlich an Vorstände und Aufsichtsräte der größten deutschen Unternehmen richtete.

Soll und Haben – ein strategischer Kontenrahmen für die digitale Transformation

Das Leitmotiv der Studie ist eine Kombination von drei Fragen:

  1. Wo stehen die Unternehmen hinsichtlich (verschiedener Dimensionen) der digitalen Transformation?
  2. Wo sollten die Unternehmen hinsichtlich (verschiedener Dimensionen) der digitalen Transformation stehen?
  3. Wo steht der wichtigste Wettbewerber hinsichtlich (verschiedener Dimensionen) der digitalen Transformation?

Die erste Frage spiegelt den wahrgenommenen Ist-Zustand wider, während die zweite Frage auf den angestrebten Soll-Zustand abstellt. Beide Fragen zusammen bilden das logische Grundgerüst einer strategischen Gap-Analyse: Nur wenn beziehungsweise wo Lücken erkannt werden, können sie geschlossen werden. Mit der dritten Frage wird erfasst, wie Unternehmen sich gegenseitig einschätzen.

Um ein Ergebnis vorwegzunehmen: Acht von zehn Unternehmen attestieren sich selbst eine "Transformationslücke", das heißt eine aufzuholende Differenz zwischen Soll und Ist hinsichtlich der Vorbereitung auf die digitale Transformation. Weniger als 20 Prozent der Unternehmen haben ihren selbstgesteckten Soll-Zustand bereits erreicht. Auf einer Skala von 0 bis 100 liegt die durchschnittliche Transformationslücke zwischen Soll und Ist bei 27 Punkten - eine statistisch hochsignifikante Differenz.

Die Studie wurde im Sommer 2016 veröffentlicht und steht Ihnen unten zum Download bereit. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.egonzehnder.com/de/digitalstudie

Download: Digitales Deutschland? (PDF)