IW-Arbeitnehmervotum September 2011

Gespaltene Meinungen zur Zusammenlegung von Haupt- und Realschule

26.09.2011

Die Hauptschule ist immer wieder Gegenstand der bildungspolitischen Reformagenda. In den letzten Jahren hat sich ihr Ruf verschlechtert, und somit wird verstärkt die Frage aufgeworfen, ob sie ihren Bildungsauftrag noch erfüllen kann. Jüngst hat Bundesbildungsministerin Schavan den Vorschlag eingebracht, Haupt- und Realschule in der „Oberschule“ zusammenzulegen. Damit wäre die Hauptschule, die es noch in fünf Bundesländern gibt, faktisch abgeschafft. Einige Länder – beispielweise Bayern – wehren sich dagegen, denn dort gilt die Hauptschule als Erfolgsmodell.

Die Uneinigkeit in der Politik zeigt sich auch bei den Beschäftigten. So lautet das Ergebnis des IW-Arbeitnehmervotums, das im August/September von der IW Consult durchgeführt wurde. 1.000 Arbeitnehmer haben Angaben zum Thema „Zusammenlegung von Haupt- und Realschule“ gemacht. Den Ergebnissen zufolge bevorzugen 49,3 Prozent der Beschäftigten ein System, bei dem Schüler möglichst früh auf verschiedene Schulformen aufgeteilt werden. Dies würde für eine Beibehaltung der Hauptschule sprechen. Andererseits sind 45,3 Prozent der Ansicht, dass Schüler möglichst lange gemeinsam lernen sollten. Demnach sollten Haupt- und Realschule eher zusammengelegt werden.

Lesen Sie dazu mehr in der Wirtschaftswoche vom 26.9.2011 und unter www.deutschland-check.de.

Download (PDF)