IW-Unternehmervotum Juli 2010

Unternehmen sehen geplante Gesundheitsreform kritisch

16.08.2010

In der zweiten Julihälfte 2010 haben sich 750 Unternehmen an der Kurzumfrage zur geplanten Gesundheitsreform und zum Entwurf des „Restrukturierungsgesetzes“ für Kreditinstitute beteiligt. Die große Mehrheit von vier Fünfteln der Unternehmen glaubt, dass die geplante Festschreibung des Arbeitgeberanteils in der Gesetzlichen Krankenkasse auf 7,3 Prozent höchstens für diese Legislaturperiode Bestand haben wird. Auch rechnen die meisten Unternehmen (87 Prozent) mit steigenden Bürokratiekosten durch die Abwicklung der geplanten Zusatzprämie und den vorgesehenen Sozialausgleich. Gut ein Fünftel der Unternehmen erwartet sogar eine deutlich höhere Bürokratiebelastung. Der Einfluss der Eckpunkte zur Gesundheitsreform auf die Beschäftigungs- und Einstellungspläne ist eher gering.

Insgesamt die Hälfte der Befragten erwartet durch das „Restrukturierungsgesetz“ für Kreditinstitute entweder keinen Einfluss auf die Kreditvergabe an Unternehmen oder kann hierzu keine Beurteilung vornehmen. Mit einer Verschlechterung der Kreditversorgung rechnen hingegen gut zwei Fünftel der Unternehmen. Zudem glaubt ein Großteil der Unternehmen, dass sich die geplante Bankenabgabe bei den Konditionen der Kreditinstitute negativ bemerkbar machen wird.

Lesen Sie dazu mehr in der Wirtschaftswoche, Ausgabe vom 16.8.2010 und auf der Seite www.deutschland-check.de.

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