IW-Unternehmervotum Mai 2011

Lücke zwischen Bedarf und Qualifikation verhindert Vollbeschäftigung

31.05.2011

Aus Sicht der Wirtschaft ist es eher unwahrscheinlich, dass Deutschland in den nächsten fünf Jahren Vollbeschäftigung erreichen wird. Lediglich drei von zehn Unternehmen können sich vorstellen, dass Deutschland bis dahin eine Arbeitslosenquote von zwei bis vier Prozent haben wird. So lautet das Ergebnis des aktuellen IW-Unternehmervotums, das Ende April/Anfang Mai 2011 von der IW Consult GmbH durchgeführt wurde. 1.172 Unternehmen aus den Bereichen Industrie und industrienahe Dienste haben die Wahrscheinlichkeit von Vollbeschäftigung in den nächsten fünf Jahren und möglichen Hürden auf dem Weg dorthin bewertet.

Haupthemmnis ist der vorhandene Mismatch zwischen Bedarf und Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt. Acht von zehn der befragten Unternehmen sehen vor allem die nicht ausreichenden Qualifikationen der Arbeitssuchenden für die zu besetzenden Stellen als ein Stolperstein. Drei Viertel der an Vollbeschäftigung zweifelnden Unternehmen befinden auch, dass die vorhandene übermäßige Bürokratie und zu hohe Lohnnebenkosten in Deutschland Vollbeschäftigung in den nächsten fünf Jahren erschweren werden. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen beklagen eine zu hohe Steuerbelastung in Deutschland als eine wesentliche Einschränkung.

Lesen Sie dazu mehr in der aktuellen Ausgabe der WirtschaftsWoche und auf der Seite www.deutschland-check.de.

Download (PDF)