Studie der IW Consult

Berlin und Brandenburg: Demografie und öffentliche Haushalte bis 2030

03.02.2011

In einer Studie im Auftrag der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) hat die IW Consult GmbH die Perspektiven der öffentlichen Haushalte in Berlin und Brandenburg bis 2030 untersucht. Berlin und Brandenburg erhalten bisher Mittel aus dem Solidarpakt II. Diese Mittel werden bis zum Jahr 2019 schrittweise reduziert und entfallen dann komplett. Im folgenden Jahr tritt außerdem das Neuverschuldungsverbot für die Bundesländer in Kraft. Diese finanziellen Herausforderungen werden in Berlin durch den Schuldenberg von mehr als 62 Milliarden Euro verschärft, der mit jährlichen Zinszahlungen von etwa 2,4 Milliarden Euro verbunden ist. In Brandenburg wird die bisher relative stabile Situation der öffentlichen Haushalte durch den prognostizierten deutlichen Bevölkerungsrückgang in Frage gestellt. Die Studie berechnet verschiedene Szenarien für die Entwicklung der öffentlichen Finanzen in den nächsten 20 Jahren. Brandenburg wird empfohlen, die (begrenzten) Sparpotenziale, die aus dem Bevölkerungsrückgang resultieren, mit allen Kräften zu realisieren. In Berlin sind strukturelle Veränderungen notwendig, insbesondere eine Erhöhung der Erwerbstätigenquote, mit 64,9 Prozent momentan eine der niedrigsten in Deutschland.

Die Studie wurde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den UVB am 24.01.2011 in Berlin vorgestellt. Die komplette Studie finden Sie hier und auf www.uvb-online.de.

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