Wertschöpfungsketten und Netzwerke

Zentraler Bestandteil für den Industriestandort Deutschland

07.09.2012

Eine breite Industriestruktur und die Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg sind Stärken des Industrielandes Deutschland. Deutsche Unternehmen profitieren aufgrund der intensiven und branchenübergreifenden Verflechtungen von einer ausgeprägten Arbeitsteilung, die Spezialisierungsvorteile ermöglicht. Wertschöpfungsketten ändern sich dabei im anspruchsvollen globalen Wettbewerb dynamisch. Die Wertschöpfungstiefen der einzelnen Branchen reduzieren sich, während Lieferketten stärker in den Fokus rücken. Neben stabilen und intensiven Wertschöpfungskettenverflechtungen tragen auch Netzwerke zum Erfolg deutscher Industrieunternehmen bei.

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung werden Industrienetzwerke und Wertschöpfungsketten zunehmend internationaler ausgerichtet. Ihr Schwerpunkt wird aber auch künftig weiterhin in Deutschland liegen. Vor allem auf dem Feld der Innovation bietet räumliche Nähe Partnern in Wertschöpfungsketten und Netzwerken Vorteile. Energieintensive Unternehmen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Bei falscher Ausgestaltung könnte die Energiewende zu weiter steigenden Energiekosten führen und energieintensive Unternehmen belasten. Rund 80 Prozent der Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe können zurzeit nicht solide einschätzen, ob der politisch gewollte Umstieg auf erneuerbare Energien ihrer Entwicklung am Standort Deutschland schadet oder nützt. Hieraus resultieren Befürchtungen, dass Glieder in den Wertschöpfungsketten ausfallen könnten. Dies würde auch den Innovationsverbund schwächen, da energieintensive Unternehmen wichtige Innovationsleistungen für das gesamte Verarbeitende Gewerbe erbringen.

Gut 3.000 Unternehmen beantworteten Fragen zu den drei Themenschwerpunkten Wertschöpfungsketten, Netzwerke und Energiewende im Rahmen des IW-Zukunftspanels. Ein Fokus wurde dabei auf die drei Branchen Chemie, Maschinenbau und Metall gelegt, die über besonders enge Verflechtungen verfügen.

Lesen Sie dazu mehr auf den Homepages der Auftraggeber: