Industriebericht Bayern 2014

Bayern: Ein starker Standort

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie arbeitet dafür, den Wirtschaftsstandort Bayern wettbewerbsfähig zu halten. Vor diesem Hintergrund ist eine fundierte wirtschaftliche Standortbestimmung von wichtiger Bedeutung – eine Standortbestimmung, welche die IW Consult mit dem „Industriebericht Bayern 2014“ geliefert hat. Im Auftrag des Staatsministeriums analysierte und evaluierte die IW Consult die wirtschaftliche Lage im südlichsten Bundesland. Im Fokus: Wie ist die Wirtschaft im Freistaat aufgestellt? Wie entwickelt sich die Industrie bezogen auf einzelne Branchen und Regierungsbezirke? Welche Anwendungspotenziale lassen sich auf dem Weg zur Industrie 4.0 für Bayern identifizieren?

Bayern auf dem Prüfstand

Basis der Evaluation war eine integrierte Analyse unterschiedlicher Datenquellen. Hauptgrundlage für die Beschreibung der Kennzahlen zur bayerischen Industrie sowie der Branchen- und Regierungsbezirkprofile bildete die Monats- und Jahresstatistik des Verarbeitenden Gewerbes. Die Daten zu Auftragseingängen und Produktion stammten vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung und vom Statistischen Bundesamt.

Kernergebnisse des Industrieberichts

Die bayerische Industrie erwies sich 2013 einmal mehr als Zugpferd der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auftragseingänge und der Umsatz stiegen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt überdurchschnittlich. Im ersten Quartal 2014 nahm die konjunkturelle Dynamik dabei noch weiter zu. Dies ist das Ergebnis der hohen Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen auf den Weltmärkten. Sie zeigt sich in einem expandierenden Auslandsgeschäft und in verbesserten Absatzperspektiven, insbesondere auch wieder im Euroraum. Die Exportquote des Verarbeitenden Gewerbes ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei einem Rekordwert von 52,2 Prozent.

Bayerische Unternehmen sind auf den Weltmärkten auch deshalb hervorragend aufgestellt, weil sie an einem starken Standort zu Hause sind. Dabei ist das Verarbeitende Gewerbe in der ganzen Fläche verankert. Der Anteil der Industriebeschäftigten ist in ganz Bayern im Vergleich zu Deutschland überdurchschnittlich. Alle Rankings zur Standortqualität attestieren Bayern eine Spitzenposition. Hier sticht der Freistaat insbesondere durch seine sehr gut ausgebaute Infrastruktur und ein günstiges Umfeld für Innovationen hervor.

Der Innovationsmotor des 21. Jahrhunderts ist die Digitalisierung. Sie bietet hervorragende Chancen für alle Branchen auf dem Weg zur Industrie 4.0. Das Gutachten der IW Consult hat die Forderung des Staatsministeriums unterstrichen: Jedes Unternehmen braucht eine Digitalisierungsstrategie.