Herausforderungen für Niedersachsens Industrie

Herausforderungen für Niedersachsens Industrie

Niedersachsens Wirtschaftskraft ist unterdurchschnittlich. Abhilfe schafft nur mehr Wirtschaftswachstum. Dessen Treiber sind vor allem das Verarbeitende Gewerbe und die mit ihm eng verbundenen unternehmensnahen Dienstleister. Das Umfeld muss stimmen, damit die (Industrie-)Unternehmen ausreichende Investitionen am Standort Niedersachsen wagen.

Allerdings ist die Investitionsquote in neue Ausrüstungen und sonstige Anlagen der Unternehmen von 11,8 Prozent auf 10,6 Prozent gesunken. Der Kapitalstock der niedersächsischen Industrie ist seit 2004 rückläufig. Stattdessen investieren die Unternehmen im Ausland. Häufig investieren sie dort, weil die (Arbeits-)Kosten niedriger sind. Niedersächsische Defizite gibt es auch in Sachen Innovationsstärke, der Fachkräfteversorgung und der Infrastruktur. Chancen bietet die digitale Transformation. Die Chancen dafür sind gut, weil die Beherrschung von Komplexität immer noch eine der wesentlichen Stärken deutscher Unternehmen ist. Entscheidender Treiber der Digitalisierung sind aber Investitionen in Technologie sowie in FuE – umso wichtiger ist es also, Investitionen am Standort Niedersachsen den Boden zu bereiten. Forschung und Entwicklung sind ein Schlüssel zur Stärkung der niedersächsischen Wirtschaft. Für den digitalen Wandel werden zahlreiche Innovationen benötigt, die von den Unternehmen finanziert werden müssen. Eine wichtige Handlungsoption ist die Einführung einer steuerlichen FuE-Förderung, die insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen planbar und mit geringem administrativem Aufwand nutzbar ist. Handlungsbedarf gibt es auch bei den anderen analysierten Defiziten.

Diese Studie beinhaltet eine umfassende Bestandsaufnahme der niedersächsischen Wirtschaft und eine Analyse der Herausforderungen für den Standort.

Studie der IW Consult GmbH im Auftrag von Niedersachsenmetall

Thorsten Lang et al.: Wirtschaft in Niedersachsen – Struktur und Standortanalyse: Download | PDF