M+E-Strukturbericht 2018

Fünfter Strukturbericht für die M+E-Industrie in Deutschland

Die Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) spielt für die deutsche Wirtschaft eine zentrale Rolle. Die fünfte Auflage des M+E-Strukturberichts zeigt in eigenen Schwerpunktkapiteln deren Bedeutung auf regionaler Ebene und für das Aufkommen von Steuern und Sozialabgaben auf. Der Bericht zeigt auch, dass das internationale Wettbewerbsumfeld für die M+E-Industrie in Deutschland herausfordernder wird.

M+E-STRUKTURBERICHT 2018

Die IW Consult hat im Auftrag des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall die fünfte Auflage des M+E-Strukturberichts erstellt. Der Bericht beleuchtet die Situation der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven:

  • Lage und Entwicklung der M+E-Industrie in Deutschland werden anhand verschiedener Kennziffern – z.B. Beschäftigung, Umsatz, Bruttowertschöpfung, Außenhandel – national und international mit anderen Branchen und Ländern verglichen.
  • Die wesentlichen Treiber der sich stetig wandelnden Wettbewerbsbedingungen – Globalisierung, Wissensintensivierung und Digitalisierung – und ihre Auswirkungen auf die M+E-Industrie in Deutschland werden analysiert.
  • Der IW-Standortindex wird für die M+E-Industrie angepasst. Dies ermöglicht einen Vergleich der Standortbedingungen für die M+E-Industrie in Deutschland mit den 44 wichtigsten M+E-Ländern weltweit

In zwei speziellen Schwerpunktkapiteln werden darüber hinaus in diesem Jahr die „Regionale Bedeutung der M+E-Industrie“ und die „Fiskalische Bedeutung der M+E-Industrie“ untersucht.

Zentrale Ergebnisse des Strukturberichts:

  • Die M+E-Industrie stellt einen wesentlichen Pfeiler der deutschen Wirtschaft dar. Sie stellt mehr als drei Fünftel der Umsätze und der Beschäftigten der Industrie in Deutschland. Die Unternehmen erwirtschaften mehr als ein Sechstel der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung. Auch im internationalen Vergleich ist die Bedeutung der M+E-Industrie in Deutschland hoch.
  • Die M+E-Industrie kann sich im internationalen Wettbewerb zwar gut behaupten, wie sich z.B. an nahezu konstanten Anteilen an einem stark wachsenden Weltmarkt zeigt. Die Ergebnisse des IW-Standortindex zeigen aber, dass sich die Standortbedingungen in anderen Ländern besser entwickeln als in Deutschland und das Wettbewerbsumfeld für die M+E-Industrie somit schwieriger wird.
  • Die M+E-Industrie weist in Deutschland einige regionale Schwerpunkte (etwa in Süddeutschland, dem Saarland sowie in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens) auf und ist zudem in vereinzelten Kreisen (wie z.B. Wolfsburg oder Ingolstadt) stark vertreten. Insgesamt ist sie weniger auf die urbanen Zentren als auf das Umland der Groß- und Kernstädte konzentriert.
  • Die M+E-Industrie und die mit ihr verbundenen Bereiche erbringen rund 20 Prozent der Steuereinnahmen und rund 28 Prozent der Einnahmen zu den Sozialversicherungen.
Cornelius Bähr / Manuel Fritsch / Karl Lichtblau / Pauline Pohl / Arne Vorderwülbecke

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