Städteranking 2018

Städteranking 2018: München und Darmstadt machen das Rennen

Welche deutsche Stadt punktet mit Standortqualität, Wirtschaftskraft und Zukunftsperspektive? WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 haben dafür im Städteranking 2018 alle 71 kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: München siegt im Niveau- und Dynamikranking, Darmstadt holt Platz 1 im Zukunftsranking. Überraschend gut behaupten sich trotz Dieselkrise die deutschen Autostädte, Wolfsburg gelingt mit einer Verbesserung von elf Rängen sogar der Sprung auf Platz 5 der Städte, die sich am besten entwickelt haben. Während das Ruhrgebiet als Region wirtschaftlich abgehängt bleibt, bauen bayerische Städte ihre Position im kommunalen Wettbewerb aus.

 

 

Erneut hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 das Städteranking durchgeführt. Es setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen. Das Niveauranking vergleicht die Ist-Werte von 52 Einzelindikatoren, also die aktuelle Situation. Das Dynamikranking analysiert die Veränderung von 36 Indikatoren in einem Zeitraum von fünf Jahren. Hier haben auch Städte mit schlechter Ausgangslage die Chance zu punkten. Hinzu kommt ein Zukunftsindex. Dieser umfasst 13 Indikatoren rund um Innovation, Kreativität und Digitalisierung und bildet ab, wie weit die Städte und ihre Unternehmen auf dem Weg ins digitale Zeitalter vorangekommen sind. „Das Städteranking untersucht die Kriterien, die eine Stadt attraktiv machen. Kommunen können aus unserer Studie ihre Leistungsfähigkeit ablesen“, sagt Beat Balzli, Chefredakteur der WirtschaftsWoche.

Niveauranking: Erneut fünf Autostädte unter den Top Ten

Zum sechsten Mal in Folge führt München das Niveauranking an. Und auch unter den folgenden neun Städten finden sich viele Städte aus dem Vorjahresranking. Neben München sichern sich vier weitere Autostädte hohe Positionierungen: Ingolstadt (Platz 2) und Stuttgart (Platz 3) verteidigen ihre Platzierungen von 2017. Wolfsburg springt zwei Plätze nach oben (Platz 5), während Regensburg einen Platz nach unten rutscht (Platz 7). Würzburg steigt in die Top Ten auf (Platz 10), dafür steigt Hamburg ab auf Platz 11. Auch in diesem Jahr punkten renommierte Universitätsstädte, wie Erlangen (Platz 4), Frankfurt (Platz 6) und Darmstadt (Platz 9). Die bayerischen Städte sind auch in den Teilbereichen „Immobilienmarkt“, „Lebensqualität“, „Arbeitsmarkt“ und „Wirtschaft“ hervorragend platziert. Herne und Gelsenkirchen belegen wie im vergangenen Jahr die letzten Plätze des Niveaurankings.

Dynamikranking: Jena ist beste Oststadt, Wolfsburg springt auf Platz 5

Im Dynamikranking hat sich München einen Platz noch oben gearbeitet und findet sich wie 2016 wieder auf Platz 1. Auch Berlin kann gegenüber dem Vorjahr einen Platz gutmachen (Platz 2). Der Aufsteiger unter den Top Ten ist Wolfsburg (Platz 5): Die Stadt macht zum Vorjahr einen Sprung von gleich 11 Plätzen nach oben. Mit einer weiteren bayerischen Stadt, Ingolstadt (Platz 3), und der hessischen Metropole Frankfurt (Platz 4) verteilen sich die dynamischsten Städte auf vier Bundesländer. „München, Berlin und Frankfurt beweisen einmal mehr, dass sie wandelbar und damit für die Zukunft sehr gut gerüstet sind“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmobilienScout24.

Auf den nachfolgenden fünf Plätzen dominieren bayerische Städte: Würzburg (Platz 6), Augsburg (Platz 8), Regensburg (Platz 9) und Nürnberg (Platz 10). Heilbronn aus dem „Ländle“ belegt Platz 7. Erfolgsfaktoren für Bayern bleiben in diesem Ranking der Immobilien- und Arbeitsmarkt sowie die wirtschaftliche Dynamik. Größter Aufsteiger im Dynamikranking mit plus 33 Plätzen ist Jena (Platz 18) - und damit zugleich die aktuell dynamischste Stadt in Ostdeutschland. Die Stadt punktet vor allem mit Forschungsstärke und einer stark verbesserten Wirtschaftsstruktur. Größter Verlierer im Dynamikranking ist Rostock (Platz 48), die Stadt rutscht um 19 Plätze nach unten. Die wirtschaftliche Schwäche des Ruhrgebiets spiegelt sich auch in der mangelnden Dynamik wider. Auf den letzten zehn Plätzen finden sich fünf Städte aus dem Revier: Oberhausen (Platz 64), Duisburg (Platz 67), Hagen (Platz 68), Herne (Platz 69) und Gelsenkirchen (Platz 70).

Zukunftsranking: Digitales Darmstadt – fit für die Wissensgesellschaft der Zukunft

Darmstadt bleibt das High-Tech-Zentrum der Metropolregion Rhein-Main-Neckar und steht wie in den beiden Jahren zuvor an der Spitze des Zukunftsrankings. Erlangen belegt nach Darmstadt Platz 2, es folgen mit Stuttgart, München, Wolfsburg und Ingolstadt gleich vier Autostädte. Berlin liegt wie im Vorjahr auf Platz 14.

Teilranking Immobilienmarkt: Wohnungsbau

Das Teilranking Immobilienmarkt beinhaltet die Zahl der Wohnungsneubauten einschließlich Umbauten je 1.000 Wohnungen des Bestandes in den untersuchten Städten im Jahr 2016. Von den Top-Ten-Städten des Dynamikrankings schafft es die Hälfte auch unter die Städte mit den meisten Wohnungsneubauten. Auf Platz 1 liegt Ingolstadt mit 87,3 Punkten. Es folgen Potsdam (76,9 Punkte), Oldenburg (70,8 Punkte), Regensburg (68,8 Punkte), Jena (66,8 Punkte), auf Platz 6 die Nummer 1 des Vorjahres, Heilbronn mit 62,3 Punkten und Würzburg (61,6 Punkte). Auf Platz 8 der Top Ten findet sich die erste und einzige Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern: Frankfurt am Main mit 61,5 Punkten. Es folgen Münster (60,2 Punkte) und Offenbach (60,0 Punkte). „Auch in diesem Jahr punkten vor allem mittelgroße Städte, wie beispielsweise Ingolstadt, sowohl im Dynamikranking als auch im Wohnungsneubau mit dynamischen Ergebnissen. Wirtschaftlich erfolgreiche Mittelstädte bleiben also attraktiv“, sagt Ralf Weitz, Geschäftsführer von ImmobilienScout24.

Interaktive Karte

Klicken Sie auf die Karte, um ein PDF mit den Ergebnissen (Niveau und Dynamik) samt aller Indikatoren für die einzelnen Städte herunterzuladen:

Karte

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Für eine Übersicht der Gesamtergebnisse des Rankings klicken Sie bitte hier.

Alle Städte zum Download

Die PDFs mit den Ergebnissen (Niveau, Dynamik und Zukunft) samt aller Indikatoren für die einzelnen Städte von A bis Z zum Download:

Über das Städteranking

Im Auftrag von WirtschaftsWoche und ImmobilienScout24 hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln den umfangreichen Leistungscheck durchgeführt. Unter die Lupe genommen wurden die 71 deutschen kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Über 100 Indikatoren aus den Bereichen Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilienmarkt, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit gingen in die Bewertung ein.

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Über Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult GmbH

Die IW Consult Köln steht seit 1998 für umfassende wissenschaftliche Expertise im Bereich der Branchen- und Regionalanalysen, dem Bewerten von Standortfaktoren und Zukunftstrends sowie der Formulierung von Lösungen für die wirtschaftliche Entwicklung von Unternehmen und Regionen. Die IW Consult selbst greift auf Erfahrungen aus über 100 Regional- und Branchenanalysen zurück. Seit 2004 wird regelmäßig ein Ranking der deutschen Großstädte in der WirtschaftsWoche veröffentlicht.

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