Studie:Die Bedeutung der Kali- und
Salzindustrie in Deutschland

Lithiumabbau in Salinas Grandes, einer riesige Salzwüste in Jujuy und Salta, Argentinien.

Rohstoffversorgung

Unverzichtbarer Lieferant für Grundstoffe

Die deutsche Kali- und Salzindustrie ist weit mehr als nur ein traditioneller Bergbausektor. Als unverzichtbarer Lieferant für Grundstoffe sichert sie die industrielle Wertschöpfung, schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze an zahlreichen Standorten und bildet das Rückgrat für die nationale Rohstoffunabhängigkeit.

Die vorliegende Studie im Auftrag des VKS – Verband der Kali- und Salzindustrie e.V. analysiert die aktuelle ökonomische Bedeutung der Branche und zeigt auf, wie durch gezielte Weichenstellungen bei Dekarbonisierung und Standortbedingungen die Resilienz des Industriestandorts Deutschland langfristig gestärkt werden kann.

Ökonomische Hebelwirkung

Ein unterschätzter Gigant

Obwohl sie im direkten Umsatzvergleich kleiner als die Automobilindustrie erscheint, ist die Kali- und Salzindustrie ein ökonomisches Schwergewicht mit enormen Multiplikatoreffekten. Im Jahr 2023 beschäftigte der Sektor rund 13.500 Personen in 14 Bergwerken und sechs Salinen und erwirtschaftete einen Direktumsatz von 3,5 Milliarden Euro.

Die wahre Bedeutung zeigt sich jedoch in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung: Bezieht man indirekte und induzierte Effekte ein, hängen bundesweit rund 27.650 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 3 Milliarden Euro an dieser Branche. Damit verdoppelt die Industrie ihren ökonomischen Fußabdruck durch ihre enge Verflechtung mit Zulieferern und Dienstleistern.

Kali- und Salzindustrie

Systemrelevanz von
der Ernährung bis zur
Hightech-Chemie

Die Produkte der Branche sind die unsichtbare Basis unseres Alltags und der globalen Versorgungssicherheit. Die Studie verdeutlicht den gesellschaftlichen Nutzen in zentralen Feldern:

  • Welternährung & Gesundheit: Kalidüngemittel sichern die Erträge einer wachsenden Weltbevölkerung. Zudem sind Magnesiumsalze essenziell für die Pharma- und Lebensmittelindustrie.
  • Industrielle Basis: Salz ist der Schlüsselrohstoff für die Chloralkali-Elektrolyse und die Herstellung synthetischer Soda – unverzichtbar für die chemische Industrie.
  • Sicherheit & Infrastruktur: Ob Verkehrssicherheit durch Auftausalze, Wasserenthärtung für Industrieanlagen oder moderne Desinfektionsverfahren – ohne Salz geraten moderne Standards ins Wanken.
  • Zukunftsnutzung: Ehemalige Bergwerke und Kavernen bieten heute Raum für die untertägige Entsorgungswirtschaft sowie innovative Lösungen zur Energiespeicherung.

Den Standort zukunftssicher machen

Transformation und Resilienz

Deutschland gehört global zu den führenden Produzenten von Kali und Salz. In Zeiten fragiler Lieferketten bietet die heimische Produktion einen entscheidenden Vorteil: Versorgungssicherheit und Resilienz. Um diese Unabhängigkeit zu wahren, muss die Branche die Megatrends Dekarbonisierung und Digitalisierung meistern.

Die Studie zeigt auf, dass der Erfolg dieser Transformation von wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen abhängt. Hierzu zählen primär der beschleunigte Ausbau der Wasserstoff- und Stromnetze sowie der Zugang zu grünem Strom zu international konkurrenzfähigen Preisen. Auch Technologien wie CCS (Carbon Capture and Storage) und CCU (Carbon Capture and Utilization) werden als wichtige Hebel identifiziert, um die Klimaziele der Industrie nachhaltig zu erreichen.

Die Bedeutung der Kali- und Salzindustrie in Deutschland

Eine Studie im Auftrag des VKS – Verband der Kali- und Salzindustrie e.V.

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