Die Wahrung gleichwertiger Lebensverhältnisse ist nicht nur ein politisches Versprechen, sondern ein im Grundgesetz verankertes Staatsziel (Art. 72 GG). Doch in einer Zeit, in der Deutschland mit vielfältigen Disparitäten kämpft, verschiebt sich die Definition dessen, was ein „gutes Leben“ ausmacht. Während traditionell ökonomische Kennzahlen wie das Bruttoinlandsprodukt dominierten, wird mittlerweile breiter diskutiert, was lebenswerte Regionen ausmacht.
Die vorliegende Studie liefert hierzu eine umfassende Datenbasis. Sie vergleicht die zwölf deutschen Metropolregionen anhand von 23 Indikatoren in sechs Bereichen und kommt zu einem Ergebnis, das mit gängigen Klischees bricht: Das Ruhrgebiet belegt im Gesamtindex den ersten Platz. Auf das Ruhrgebiet folgen das benachbarte Rheinland und die Metropolregion Rhein-Neckar. Die Metropolregionen Frankfurt/Rhein-Main und Mitteldeutschland komplettieren die Top 5.