Studie:Future Skills Hessen 2032 –
Welche Kompetenzen die industrielle Transformation tragen

Frau im Seitenprofil, über ihrem Kopf sind mehrere digitale Displays mit vielen Informationen und Daten eingeblendet

Future Skills Hessen 2032

Kompetenzen für die industrielle Transformation in Hessen

Welche Kompetenzen braucht die hessische Industrie, um den Wandel bis 2032 erfolgreich zu gestalten? Die Studie „Future Skills Hessen 2032“ untersucht, wie sich technologische, ökologische, geopolitische und demografische Veränderungen auf die Arbeitswelt in hessischen Industriebetrieben auswirken. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Fähigkeiten künftig an Bedeutung gewinnen und wie Unternehmen ihre Beschäftigten dafür entwickeln können. Erstellt wurde die Studie von der IW Consult gemeinsam mit dem IW im Auftrag von HESSENMETALL. Sie verbindet eine umfassende Auswertung von Online-Stellenanzeigen mit den Einschätzungen hessischer Unternehmen. So entsteht ein empirisch fundiertes Bild davon, welche Kompetenzen heute gefragt sind, welche Dynamik bis 2032 erwartet wird und was daraus für die betriebliche Praxis folgt.

Standort Hessen

Industrie unter Veränderungsdruck

Hessens Industrie ist ein zentraler Wohlstandsanker und zugleich einem hohen Anpassungsdruck ausgesetzt. Zusammen mit indirekten und induzierten Effekten trägt sie mehr als ein Fünftel zur Wertschöpfung des Landes bei. Die Metall- und Elektroindustrie bildet dabei den technologisch besonders relevanten industriellen Kern. Zugleich sind reale Wertschöpfung, Industrieanteile und Beschäftigung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Die Entwicklung verläuft jedoch je nach Teilbranche unterschiedlich. Während etwa die Kfz-Industrie deutlich Beschäftigung verloren hat, konnten andere Bereiche stabil bleiben oder wachsen. Der Wandel zeigt sich auch in den Tätigkeiten: Akademische Abschlüsse und komplexere Aufgaben gewinnen an Gewicht, digitale Berufe verzeichnen Zuwächse. Future Skills betreffen deshalb nicht nur Experten, sondern Beschäftigte auf allen Anforderungsniveaus.

Datenbasierte Prognose

Welche Kompetenzen bis 2032 wichtiger werden

Die Studie analysiert 359.215 Online-Stellenanzeigen der hessischen Industrie aus den Jahren 2019 bis 2025. Aus den Anzeigentexten wurden 4.499 Einzelkompetenzen herausgearbeitet und zu 41 Kompetenzclustern gebündelt. Die Cluster decken vier Bereiche ab: Technologie und Digitalisierung, industrielle Fähigkeiten, überfachliche Fähigkeiten sowie die Sicherstellung zentraler Geschäftsprozesse. Ergänzend bewerteten 134 hessische M+E-Unternehmen, wie sich die Bedeutung dieser Kompetenzfelder bis 2032 entwickeln wird. Beide Perspektiven wurden zu einer Gesamtprognose verbunden. Alle 41 Cluster weisen ein positives erwartetes Wachstum auf. Besonders dynamisch entwickeln sich Künstliche Intelligenz, Elektrifizierung und Energieeffizienz, Problemlösungsfähigkeit, Cloud, Automatisierung und Robotik sowie Data Analytics.

Betriebliche Praxis

Future Skills gezielt entwickeln

Die Ergebnisse liefern Unternehmen konkrete Orientierung für ihre Personal- und Weiterbildungsstrategien. Kompetenzentwicklung sollte an Tätigkeiten, Prozessen und betrieblichen Zielen ansetzen, statt einzelne Zukunftsthemen isoliert zu betrachten. Bestehende industrielle Kernfähigkeiten bleiben wichtig, werden aber um Datenkompetenz, digitale Anwendungen, energieeffiziente Prozesse und Nachhaltigkeitswissen ergänzt. Auch KI-Kompetenzen werden künftig breiter gebraucht und reichen stärker in Fachkräfteprofile und nicht klassische IT-Berufe hinein. Entscheidend ist deshalb kontinuierliches, tätigkeitsnahes Lernen. Die Studie leitet drei Prinzipien ab: Ergänzung statt Ersatz, Prozess- und Zielorientierung sowie Interdisziplinarität und Adaptivität. So können Unternehmen technologische Neuerungen produktiv nutzen und ihre industrielle Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Future Skills Hessen 2032 – Welche Kompetenzen die industrielle Transformation tragen

eine Studie für HESSENMETALL

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