Studie:Die Exportposition Bayerns
in der EU

Ein LKW fährt auf einer breiten Straße dem Sonnenaufgang entgegen.

europäischer Binnenmarkt

Bayerns Exportstärke im Fokus

Bayern ist eine der exportstärksten Regionen Europas: Mit einer Exportquote von über 58 Prozent im Jahr 2025 erreicht die bayerische Industrie einen neuen Höchststand. Im Mittelpunkt unserer Studie für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. steht die Frage, wie sich bayerische Ausfuhren innerhalb der EU entwickelt haben, welche Länder und Branchen dabei eine tragende Rolle spielen und welche Schlussfolgerungen sich für Wirtschafts- und Handelspolitik ableiten lassen. Die Studie liefert eine belastbare Datenbasis, um die Stärke Bayerns einzuordnen und zeigt, warum Europa als Absatzmarkt für Bayern wichtiger wird denn je.

Exportmärkte

Europa legt zu während USA und China an Bedeutung verlieren

Die Europäische Union ist mit Abstand das wichtigste Exportziel der bayerischen Wirtschaft. Im Jahr 2025 gingen 54 Prozent der bayerischen Gesamtexporte in EU-Länder – ein Volumen von rund 121,7 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu entfielen auf die USA nur rund 11 Prozent, auf China 6 Prozent. Noch aufschlussreicher ist die Dynamik: Seit 2015 wuchsen die bayerischen Exporte in die EU-27 um 46 Prozent – mehr als doppelt so stark wie die weltweiten bayerischen Ausfuhren (27 Prozent). Die USA wuchsen nur um 14 Prozent, die Exporte nach China sanken um 3 Prozent. Angesichts wachsender Handelshemmnisse durch US-Zölle und einer rückläufigen chinesischen Importoffenheit gewinnt der europäische Binnenmarkt strategisch an Gewicht – für Bayern und für Deutschland insgesamt.

Zielländer

Wachstumsmärkte
innerhalb der EU

Innerhalb der EU konzentrieren sich die bayerischen Exporte auf wenige, aber gewichtige Partner. Österreich (17,5 Mrd. Euro), Frankreich (15,4 Mrd. Euro) und Italien (15,2 Mrd. Euro) vereinen gemeinsam fast 40 Prozent der bayerischen EU-Ausfuhren. Geografische Nähe, enge Lieferverflechtungen und gewachsene Handelsbeziehungen prägen diese Verbindungen. Gleichzeitig wachsen die mittelosteuropäischen Märkte besonders dynamisch: Polen sticht mit einem jahresdurchschnittlichen Exportwachstum von 8,3 Prozent hervor und verbindet hohes Volumen mit starker Dynamik. Auch Tschechien und Ungarn, die eng in europäische Zulieferketten eingebunden sind, gehören zu den wichtigen Zielmärkten. Bayern zählt in vier der zehn betrachteten EU-Länder zu den zehn größten Handelspartnern – in Österreich sogar auf Rang zwei.

Branchen & Produkte

Das Exportportfolio wird breiter

Die bayerischen Exporte in die EU werden von der Metall- und Elektroindustrie (M+E) geprägt: Rund 60 Prozent der Ausfuhren entfallen auf diese Branchen. Kraftwagen und Kraftwagenteile (21 Prozent), Maschinenbau (14 Prozent) und Elektroindustrie (16 Prozent) führen die Rangliste an. Dabei zeigt sich ein differenziertes Bild: Die Automobilexporte in die EU wuchsen zwischen 2015 und 2025 um 34 Prozent – während sie in Richtung USA und China deutlich zurückgingen. Zugleich gewinnen andere Bereiche an Gewicht: Sonstiger Fahrzeugbau legte um über 110 Prozent zu, Pharmazeutische Erzeugnisse um 171 Prozent, elektrische Ausrüstungen um fast 65 Prozent. Das Exportportfolio Bayerns bleibt stark, diversifiziert sich aber schrittweise – ein Zeichen für Anpassungsfähigkeit in einem herausfordernden globalen Umfeld.

Exportposition Bayerns in der EU

Eine Studie für vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

zur Studie

IWC-Experte

Projekte, Studien, Rankings

Unsere Studien und Ergebnisse bewegen die Zukunft

Wir benötigen Ihre Zustimmung

Diese Website verwendet notwendige Cookies zur Sicherstellung des Betriebs der Website. Eine Analyse des Nutzerverhaltens durch Dritte findet nicht statt. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.