Studie:Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich

Internationaler Vergleich

Bayerns Standortqualität ist gut – der Wettbewerbsdruck ist hoch

Bayern ist ein starker und attraktiver Industriestandort. Fast ein Viertel der gesamten Wertschöpfung wird im Verarbeitenden Gewerbe erzielt. Die Standortqualität ist im internationalen Vergleich gut, allerdings schmilzt dieser Vorsprung zunehmend.

Die vorliegende Studie untersucht die Standortqualität Bayerns sowie der 45 größten Volkswirtschaften weltweit an Hand verschiedener Indikatoren.

 

Entwicklung

Bayern verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Im Vergleich der industriellen Standortqualität mit seinen 45 wichtigsten Wettbewerbern belegt Bayern in diesem Jahr Rang 10, das ist ein Platz schlechter als im Vorjahr. Der Freistaat platziert sich damit erneut vor Deutschland insgesamt, das unverändert Rang 13 belegt. Die Schweiz ist seit 2021 Spitzenreiter des Rankings. Zu den Top-10 zählen von den wichtigsten Wettbewerbern die USA und Kanada, aber auch einige nordische und anglophone Länder. Andere wichtige Wettbewerber Bayerns wie Japan, Südkorea oder China liegen im Vergleich des Niveaus der Standortqualität hinter Bayern zurück.

Die Entwicklung der Standortqualität im internationalen Vergleich wird in der Dynamikperspektive seit 2016 deutlich. Bei vielen Indikatoren verlaufen die Entwicklungen in anderen Ländern – insbesondere den aufholenden Schwellenländern – schneller als in den etablierten Industrieländern. Die Ränge 40 (Deutschland) und 42 (Bayern) sind ein deutliches Zeichen, das auch für viele andere etablierte Industrieländer gilt. Die Qualität der Standortbedingungen verbessert sich in anderen Ländern in der Breite und intensiviert die internationale Standortkonkurrenz. 

 

Weiterentwicklung

Zukunftsfähige Industrie braucht starke Rahmenbedingungen

Die Stärkung und Weiterentwicklung der Standortbedingungen in Bayern und Deutschland ist zentral für den Erfolg der Industrie als wichtigem Pfeiler von Wertschöpfung und Beschäftigung. 

Die guten staatlichen Rahmenbedingungen sollten auch mit einem geringeren Ausmaß an Bürokratie aufrechterhalten werden können. Durch gezielte Investitionen muss die Infrastruktur gestärkt und modernisiert und Innovation unterstützt werden. Dies sind wesentliche Voraussetzungen für die Unternehmen, um weiterhin zu guten Ergebnissen im Bereich Markt – wie etwa in der Weiterentwicklung der Wertschöpfungsketten und dem Erfolg auf internationalen Märkten – beizutragen. 

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Kostenstruktur der Unternehmen bleibt eine ständige Herausforderung.

Industrielle Standortqualität Bayerns im internationalen Vergleich

Eine Studie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw)

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