Studie:Standort Bayern –
Unternehmensperspektiven 2026

Frau schaut durch ihre zum Quadrat geformten Hände auf den Horizont

Freistaat Bayern

Wie bewertet Bayerns Wirtschaft den Standort?

Wie erleben Unternehmen den Wirtschaftsstandort Bayern? Diese Frage beantwortet die Studie „Standort Bayern – Unternehmensperspektiven 2026“ seit 2013 jährlich im Auftrag der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Für die aktuelle Ausgabe haben wir von Mitte Juni bis Mitte August 2026 insgesamt 701 Unternehmen aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken befragt. Die Unternehmen bewerteten 33 einzelne Standortfaktoren, die Standortqualität insgesamt und ihre Verbundenheit mit dem Standort.

Die Studie zeigt, wo Bayern stark ist und wo Handlungsbedarf besteht. Sie liefert damit eine faktenbasierte Grundlage für Politik, Verwaltung und Wirtschaft.

Standortqualität

Standort Bayern auf Stabilisierungskurs

Die Unternehmen bewerten die Standortqualität in Bayern in diesem Jahr mit 72,5 von 100 möglichen Punkten. Das entspricht dem Vorjahreswert. Der Wert liegt weiterhin deutlich unter dem Höchstwert von 76,2 Punkten aus dem Jahr 2019. Für den Standort bedeutet das: Die Stabilisierung ist ein positives Signal, eine echte Trendwende ist aber noch nicht erreicht.

Die Standortloyalität zu Bayern bleibt hoch: 91,5 Prozent der Unternehmen würden sich erneut in Bayern ansiedeln. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 91,1 Prozent im Vorjahr. 

Energiepreise und Bürokratie

Verwaltungshandeln ist der größte Hebel

Der größte Hebel liegt im Verwaltungshandeln sowie bei Energie und Rohstoffen. Der Bereich Verwaltungshandeln erreicht die Note 4,3. Energie und Rohstoffe verschlechtern sich auf die Note 3,7. Die größten Herausforderungen liegen laut Unternehmen in der Höhe der Spritpreise (Note 5,0). Der bürokratische Aufwand erhält die Note 4,9. Der neue Indikator „Geschwindigkeit der Umsetzung gesetzlicher Vereinfachungen am Standort“ fügt sich mit 4,7 in das Gesamtbild ein.

Die größte politische Priorität sehen die Unternehmen bei der Verwaltung. Für die Politik ist das ein klarer Auftrag: schneller, einfacher und unbürokratischer soll die Verwaltung werden.

Investitionen

Bayerns Unternehmen investieren, planen aber zurückhaltender

Die Investitionstätigkeit in Bayern ist überwiegend auf Ersatz und Erhalt ausgerichtet. Seit 2023 haben 33,4 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen erhöht, 22,9 Prozent haben sie gesenkt. Daraus ergibt sich ein positiver Saldo von 10,5 Prozentpunkten.

Für die Zukunft fallen die Erwartungen deutlich zurückhaltender aus. Der Saldo aus steigenden und sinkenden Investitionen geht bis 2028 zurück. Besonders stark betrifft das Ausrüstungen mit einem Minus von 15,9 Prozentpunkten. Erweiterungsinvestitionen in Ausrüstungen sinken um 10,7 Prozentpunkte gegenüber dem Rückblick bis 2023.

Die Unternehmen nennen auch, was helfen würde: An erster Stelle stehen der Abbau von Bürokratiekosten sowie schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren. Auch Entlastungen bei Energie und Rohstoffen sowie eine leistungsfähige Infrastruktur könnten Investitionen anstoßen.

Standort Bayern - Unternehmensperspektiven 2026

Eine vbw Studie, erstellt von der IW Consult GmbH

zur Studie

IWC-Experten

Projekte, Studien, Rankings

Unsere Studien und Ergebnisse bewegen die Zukunft

Wir benötigen Ihre Zustimmung

Diese Website verwendet notwendige Cookies zur Sicherstellung des Betriebs der Website. Eine Analyse des Nutzerverhaltens durch Dritte findet nicht statt. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.